Begehbarer Schwibbogen- der größte seiner Art

Mit seiner Höhe von über sechs Metern und seiner Breite von 13 Metern ist dieser Schwibbogen der größte erzgebirgische Schwibbogen der Welt. Er ist mit 19 Figuren verziert und steht seit 2009 am Eingang des Dresdner Striezelmarktes an der Wilsdruffer Straße.

Wie seine große Schwester, die Stufenpyramide, wurde der begehbare Schwibbogen mit viel Herz und Verstand im erzgebirgischen Ort Gahlenz gefertigt und wird dort auch über die Sommermonate aufbewahrt. Poliert und restauriert, ziert er nun wieder den Eingang des Dresdner Striezelmarkt. Besuchern von nah und fern fungiert er damit schon von Weitem als weihnachtlicher Wegweiser.

Der erzgebirgische Schwibbogen- Handwerkskunst mit langer Tradition

Der älteste Schwibbogen wurde in Johanngeorgenstadt im Jahre 1740 hergestellt und bestand im Gegensatz zu heutigen Schwibbögen aus Metall. Die Tradition des Holzschwibbogens wurde nach dem 2. Weltkrieg populär, als man diese als Laubsägearbeiten nach Vorlagen anfertigte.

Symbolisch gesehen sind Schwibbögen eine Darstellung des Himmelsbogens (Motive: Sonne, Mond und Sterne), aber auch im damaligen Alltag der erzgebirgischen Bergleute spielten Schwibbögen eine große Rolle. Meist spiegelten die dargestellten Motive den Alltag der Bergmänner und ihrer Familien in der Ausübung traditioneller Handwerkskunst wieder. Weiter Motive waren beispielsweise auch christliche Szenen wie die Christgeburt, der Wald und seine Tiere oder auch eine Kirche. Der Lichterbogen war zudem Ausdruck der Bergleute, die sich nach langen Schichten nach Licht sehnten, da sie vor allem im Winter die Sonne monatelang nicht zu Gesicht bekamen. Auf dem Heimweg leuchteten ihnen dafür die in den Fenstern aufgestellten Schwibbögen.